Entenjagd in Dänemark - Sept. 2005





John lässt sich während der Fahrt nur ganz wenig Einzelheiten über den Ablauf dieser Entenjagd entlocken: " ... beobachten und das machen, was die Anderen auch machen", ist sein steter Kommentar. Ich erfahre nur so viel, dass es sich um eine bezahlte Entenjagd handelt. Neun Jagdgäste aus USA werden heute hier erwartet. Um 9.00 Uhr treffen wir auf dem wunderschönen Landsitz in Rugård ein. Wir parken bei den Nebengebäuden und Stallungen.


Die neun Schützen aus den USA treffen ein und machen sich sofort für den Beginn der Jagd fertig. Schicke Tweed- und Kniebundhosen mit farbigen Strümpfen, elegante Jacken und edle Flinten kommen zum Vorschein - alles vom Feinsten, ein schönes buntes Treiben.




Die Treiber gehen an der Uferkante durch das Schilf, ein Drahthaar hilft die Enten hoch zu machen. Die ersten Enten fallen und werden apportiert. Paddy macht keinerlei Anstalten einzuspringen. Schnell weiß er was Sache ist und verfolgt die abschweifenden Enten am Himmel mit den Augen.


Peder der Jagdaufseher des Gutes erklärt beim gemeinsamen Frühstück den anwesenden Hundeführern den Ablauf der Jagd. Die vier Luftbilder mit den eingezeichneten Standorten der neun Schützen erleichtern mir meine Verständigungsprobleme: Geplant sind insgesamt vier Jagden, jeweils in einem anderen Gelände rund um verschiedene Seen. Die Einweisung erfolgt in lockerer Art und Weise, dennoch sehr gründlich und ausführlich. Die Hundeführer werden nicht fest eingeteilt, sondern dürfen sich ein Stück weit selbst organisieren. Letztlich soll es so sein, dass jedem Schützen ein Hundeführer zur Seite gestellt wird, um die geschossenen Enten einzusammeln.


Es gefällt mir sehr, wie offen und respektvoll ich behandelt werde, ich werde sofort ohne Vorbehalt in diese Gemeinschaft aufgenommen
.


Die erste Ente für Paddy fällt ca. 30m vor uns. Paddy bringt sie problemlos, seine Augen leuchten, schnell setzt er sich wieder zu meiner Linken. Das Gelände ist nicht sehr schwierig: frisch gemähte Wiesen, ein wenig hügelig aber sehr übersichtlich.
Nach dem Abblasen liefern wir stolz "unsere" beiden Enten ab, sie kommen auf den uns begleitenden Wildwagen. Ich schätze ungefähr 35 Enten sind bis jetzt insgesamt zur Strecke gekommen.
Wir fahren weiter durch wunderschönes Gelände: Wiesen, Wald und verschiedene Seen, hoher Bewuchs, niedriger Bewuchs, Geländewechsel.... einfach traumhaft. Bald haben wir das zweite Gewässer erreicht und laufen mit sechs Schützen zu einer großen Wiese, die restlichen drei Schützen sind auf der gegenüber liegenden Seite des Sees postiert. Wieder können wir den See vor uns nur erahnen, hohe Bäume, dichter Uferbewuchs verhindern die Sicht auf das Wasser. Das Gelände ringsum ist anspruchsvoll: hoher Bewuchs, nicht gemähtes Altgras, am Rand Büsche und Sträucher, hügeliges Gelände.
Wir stehen inmitten der Schützenreihe, wieder in einigem Abstand zu den Schützen, Paddy frei neben mir. Das Jagdsignal ertönt, die Treiber gehen die Uferregionen ab und scheuchen die Enten hoch. Jetzt fliegen tatsächlich mehr Enten und Paddy bekommt richtig zu tun. Die unmittelbar vor uns zur Strecke gebrachten Enten hole ich selbst, Paddy die weiter entfernten. Das Gelände hält was es versprochen hat, der Wind macht die Aufgabe für Pad allerdings ungleich schwerer. Bald liegen die ersten vier Enten neben uns und eh ich mich's versehe stibitzt uns eine gelbe Labradorhündin eine davon. Ich sehe ihren Besitzer mit ihr schelten, doch kurze Zeit später holt sie bei uns die zweite ab ;-).
Immer mehr Enten werden geschossen, Paddy macht einen richtig guten Job, ist allzeit gut lenkbar und vertraut mir blind. Auch geflügelte Enten bringt er ohne Zögern. Mein direkter Schütze vor mir hat kein gutes Zielwasser, der links von ihm stehende Schütze umso besser und so nehmen wir auch dieses Einzugsgebiet für die getroffenen Enten mit. So kann Paddy weite Markierungen arbeiten und er macht seine Sache immer besser.


Das Schlussignal für diese Jagd ertönt und die Jagdgäste verlassen den Ort des Geschehens. Ich hole mit Pad noch die in der Nähe liegenden Enten in einer Freiverlorensuche und sammle die leeren Patronenhülsen ein. Anschließend machen wir uns schwer beladen auf zum Wildwagen.



Wir stehen in der Nähe eines Weges, vor uns ein Teich ringsum mit Schilf bewachsen, hinter uns meterhohes Altgras und Schilf, ein kleiner Graben. Das Signal zur Jagd ertönt wieder, unser Standort ist gut und auch mit unserem Schützen sind wir dieses Mal zufrieden.
Paddys Augen verfolgen die anfliegenden Enten am Himmel. Schuss, da fällt schon die erste rechts von uns ins Schilf.




Ich sehe John, wie er am Zaun auf und ab geht. Er hat May auf eine geflügelte Ente jenseits des Zaunes angesetzt und nun ist sie schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu sehen. Endlich taucht sie wieder auf, natürlich mit der geflügelten Ente im Fang. John nimmt ihr die Beute ab, klettert kurzerhand über den 1,50m hohen Zaun und reicht mir May herüber. Gerne nimmt sie den Boden unter ihren Pfoten wieder an - und weiter gehts...


Paddy nimmt das schwierige Gelände problemlos an schnappt sich die Ente und kommt zu mir zurück. Wieder fällt eine Ente, dieses Mal links von uns in der Nähe des Grabens. Ab jetzt geht es Schlag auf Schlag, viele Enten kommen zur Strecke. Ich lasse Pad ruhig neben mir sitzen und beobachten, er scheint sich die Fallstellen einzuprägen. Nach einer Weile schicke ich ihn in das Suchengebiet.


Inzwischen ist bereits Mittag
, die Zeit verging uns wie im Flug. Schnell die Hunde versorgen, dann bekommen wir ein leckeres Mittagessen. Wieder am Auto machen sich die Anderen bereits fertig für die vierte und letzte Jagd dieses Tages.
Wieder fällt eine Ente vor uns ins Wasser, dieses Mal nicht voll getroffen. Sofort schicke ich Paddy los, er lässt den dichten Bewuchs vor uns außer Acht und schlägt einen Haken nach links, wo der Einstieg ins Wasser einfacher ist. Schnell heftet er sich auf die Spur der getroffenen Ente, die vor ihm durchs Wasser flüchtet. Zeitgleich nimmt der schwarze Labrador von schräg vorne die Verfolgung auf. Gemeinsam jagen sie die Ente auf John zu. Dieser erkennt die Situation und schickt gleich seine beiden Hunde los. Fast hat die Ente das Ufer erreicht, da springt Gate ins Wasser und schneidet ihr so diese Fluchtmöglichkeit ab. May packt blitzschnell zu und hat die Beute im Fang. Das war richtig Teamwork unserer vier Hunde, fast unglaublich diese taktische Meisterleistung.


Schauplatz der vierten Jagd ... ein Traum: großer See, viele Schilfinseln, gegenüber an der anderen Uferseite Wald, dichter Bewuchs, an unserer Uferseite Schilf. Wir stehen auf einer Wiese, hinter uns dichter Bewuchs dann die Straße. Es ist alles sehr übersichtlich. - Der Schütze vor mir hat es nicht einfach, da er direkt in die Sonne sehen muß. Die ersten Enten fallen, Paddy macht seinen Job noch immer sehr gut, schnell holt er die ersten vier Enten aus dem Schilf. Ich sehe eine Ente hinter mir ins Dickicht fallen, auch Pad hat sie im Augenwinkel. Ich schicke ihn, er steckt die Nase in die Brombeeren, zieht aber dann zurück - seine Augen sagen "hier ist nix". Ich kämpfe mich mit ihm durchs Gestrüpp, wir versuchen unser Glück auf der anderen Seite. Wieder, so denke ich, hat er Witterung, nur die Dornen scheinen ihn abzuhalten (??). Er geht jetzt weiter nach links die Straße entlang, ist gute 20 Meter von mir entfernt. Noch einmal hole ich ihn zurück, führe ihn in Richtung Fallstelle. Er wühlt sich durch das Dickicht, ich sichere derweil die Straße und lasse ihn nun einfach machen. Er ist nicht zu sehen, nicht zu hören, langsam dauert mir das zu lange, ich schaue die Straße nach rechts und nach links: "kein Paddy". Wieder kämpfe ich mich durchs Gebüsch ... da kommt er von links, stolz die geflügelte Ente im Fang. Guter Junge, hattest also doch die bessere Nase ... ich hätte dir mehr vertrauen müssen.



Nach dem Abblasen dieser letzten Jagd gehe ich mit Paddy an der Wald-/Uferkante entlang, hier treffen wir auf John mit seinen Hunden. Paddy sucht noch die Ufergegend ab, ich merke ihm jetzt den langen Jagdtag an. May findet und bringt John immer mal wieder eine Ente. Sie sucht fleißig und unermüdlich weiter. Gate ist genau wie Paddy immer in unserer Nähe, die Hunde haben heute viel geleistet. May bringt die letzte geflügelte Ente und wir machen uns gemeinsam auf den Rückweg zu unserem Anhänger.
Die anderen Hundeführer warten schon auf uns und gut gelaunt fahren wir zurück zum Landsitz.










Die Gutsfamilie mit ihren Jagdgästen
auf der Freitreppe des Gutshauses


Der Gutsherr, ein Vertreter der Schützen aus Übersee
und der Jagdaufseher sagen abschließend noch einige Worte. Am Ende der Veranstaltung schütteln sich alle die Hände und bedanken sich für das tolle Miteinander.
Die Gutsherrin erteilt mir die Einladung zur nächsten Jagd persönlich, sie hat sich über die gute Arbeit meines Hundes gefreut. Gerne nehme ich die freundliche Einladung an.
Nachdem sich die Jagdgäste aus den USA  verabschiedet haben, gibt es für uns Hundeführer gemeinsam mit der gesamten Gutsfamilie noch eine gemütliche Kaffeerunde. So wird dieser schöne Tag auf eine ganz besondere Weise abgeschlossen.



Es wurden heute 363 Enten zur Strecke gebracht, eine stolze Zahl. Ein Teil der Strecke wird ausgelegt und standesgemäß mit dem Jagdhorn "verblasen": Ente tot!






Lykkesholm



Auf Gut Sludegård  führt unser Weg zunächst an einen See. Der Ablauf der Entenjagd ist ähnlich dem vom Vortag. Die Schützen nehmen ihren Stand ein, wir Hundeführer stehen ca. 20m hinter ihnen im offenen Feld. John ist links von mir, ein Flatbesitzer mit seinem Hund rechts von mir. Die ersten Enten fliegen auf, bei dieser ersten Jagd werden allerdings nicht allzu viele Enten geschossen. Paddy kommt nicht zum Apport, John holt mit seinen drei Hunden Clyde, May und Gate gerade mal eine. Bald machen wir uns auf zum zweiten Gewässer. Aber auch hier kein anderes Bild, nur ganz wenig Enten. Kurzerhand wird in ein anderes Jagdgebiet ausgewichen. Unser Weg führt uns zu einem herrschaftlichen Anwesen: Schloss Lykkesholm, das leider nur noch als Sommersitz, beziehungsweise für besondere Anlässe genutzt wird.


Hier erwartet uns eine völlig neue Situation: Wir stehen inmitten eines Schilfgürtels, keinerlei Sicht nach vorne und zu den Seiten. Hinter uns dichter Wald, vor uns ist das Wasser nur zu erahnen, ein Stück Himmel ist zu sehen.
Der Schütze vor mir nimmt seine Position ein, er wagt sich weit vor, sucht immer zuerst mit dem Fuß nach Halt und findet schließlich vorne an der Schilfkante seinen Standort. Stolz dreht er sich zu mir um, der Boden schwankt leicht unter seinen Füßen und winkt mir lachend zu. "I can't swim", rufe ich ihm übermütig zu, er grinst nur und dreht sich wieder Richtung Wasser.
Der Jäger schaut die ganze Zeit konzentriert Richtung Himmel, aber keine Ente läßt sich blicken. Es dauert lange bis das Signal zur Jagd ertönt, dann fallen die ersten Enten ein. Es bleibt dennoch schwierig, man sieht sie nur kurz. Mittlerweile sind hinter uns im Wald ein paar Enten zur Strecke gekommen. Ich mache mich mit Paddy auf die Suche. Gemeinsam mit May, Gate und einem Flat wird das Gelände systematisch abgesucht. Paddy bekommt Witterung und findet, auch Gate und der Flat bemerken die Beute, respektieren aber Paddy's
Recht und suchen an anderer Stelle.



Weiter hinten muß noch eine liegen, wieder macht sich Paddy auf den Weg. Dieses Mal ist May schneller, doch auch Paddy geht nicht leer aus, fast im selben Moment fällt eine geschossene Ente durch die Äste über ihm herunter. Wieder bringt er sie sicher und schnell.





Gerade als wir zurückkommen, sehe ich wie "mein" Schütze wohl unbewußt einen Schritt nach links macht. Sein Fuß findet jedoch keinen Halt und der Länge nach platscht er ins Wasser. Mutig versucht er seine Flinte vor dem Ertrinken zu retten und streckt sie in die Höhe. Sein Oberkörper, sein Kopf tauchen sekundenlang unter, nur seine Gummistiefel ragen noch aus dem Wasser. Zunächst wie erstarrt, betrachte ich dieses Schauspiel das sich mir da bietet. "Wie ein Fisch auf dem Trockenen" kämpft er im Wasser. Schnell drehe ich mich zu Paddy um, ein kurzes Grinsen gönne ich mir, mehr wäre wohl jetzt nicht angebracht....





Mittlerweile wird dem Schützen vom herbei eilenden Busfahrer wieder an das rettende Ufer geholfen. Triefend nass versucht er zuerst seine Lederhandschuhe abzustreifen, dann helfe ich ihm aus seiner Tweedjacke.
Sein Munitionsbeutel  ist voller Wasser, das erst einmal abtropfen muss, bevor er ihn wieder umschnallen kann. Doch der Mann will weiterjagen, schnappt sich die trockene Flinte und sucht sich einen sicheren Stand.
Eine ganze Weile passiert gar nichts mehr, Enten fallen bei uns nur noch ganz spärlich. Die letzte getroffene fällt vor uns ins Wasser, ich schicke Paddy und muß zusehen wie die Ente unter ihm wegtaucht. Er paddelt noch eine Weile über dieser Stelle, doch hier hat er keine Chance, also rufe ich ihn zurück. Im Wald haben wir zum Abschluß mehr Glück, Pad bringt mir in der Freiverlorensuche noch stolz eine letzte Ente. Das soll's dann auch für dieses Mal gewesen sein, ich sammle alle unsere Enten ein, zufrieden machen wir uns auf den Rückweg.






Auf dem Gutshof von Rugård eine Woche später sind einige bekannte Hundeführer von der letzten Jagd wieder dabei, aber auch neue Gesichter. Peder hat die Jagd wieder bestens organisiert.
Das Treiben beginnt, die ersten Enten lassen heute länger auf sich warten, sie fliegen auch nicht so zahlreich. Die Gutsbesitzerin hat sich zu uns gesellt und ist etwas besorgt darüber. Doch dann fallen die ersten Enten ein, es wird geschossen und die heutigen Schützen, dieses Mal sind es Dänen,  treffen besser.

Bevor wir den Landsitz erreichen, schicke ich meinen schwarzgrauen Moorhund noch schnell ins saubere Wasser und schon erkenne ich meinen Goldjungen wieder. Wir bringen die Enten zur verabredeten Stelle und gehen gemeinsam in Richtung Auto. Die Jagdgäste sitzen längst in ihrem Bus, wir sehen nur noch die Rücklichter. Für uns Hundeführer gibt es zum Abschluss belegte Smørebrøds.



Die zweite Jagd findet im Park statt, wieder haben wir den gleichen Stand wie letztes Mal:  vor uns Wasser, hinter uns Schilf und hohes Gras. Die Jagd beginnt, die Enten fliegen tief über unsere Köpfe hinweg, der Schütze kommt nur schwer zum Schuss. Die erste Ente fällt rechts ins hohe Schilf. Paddy hat gut markiert und geht auf direktem Weg zur Fallstelle. Plötzlich schrecken mehrere Fasane unter lautem Gekreische hoch und flüchten in alle Richtungen. Paddy entschließt sich spontan einen in Richtung Hof flüchtenden Fasan zu verfolgen, ich stoppe ihn und schicke ihn rechts ins Suchengebiet. Pad beginnt das Schilf zu durchstöbern ist aber schon ein bisschen weit vor, kommt hinter mir wieder aus dem Schilf. In diesem Moment trifft der Schütze seine zweite Ente die kurz vor Paddy aufschlägt. Beherzt greift er zu und bringt. Wieder fliegen die Enten knapp über unsere Köpfen hinweg, doch es fällt keine mehr. Nach dem Abblasen machen wir uns auf die Suche nach der ersten Ente. Paddy will nur sehr ungern ins hohe, unwegsame Schilf zum Suchen, ich muss ihn mehrmals schicken bis er meiner Aufforderung schließlich nachkommt. So kenne ich ihn überhaupt nicht, ich denke, dass diese große Jagd hier in Dänemark erstmalig wirklich Arbeit für ihn bedeutet. Im Schilf ist er dann wieder in seinem Element, es knackt, die Schilfhalme biegen sich und schon kommt er mit der gesuchten, geflügelten Ente freudig und stolz zu mir zurück.



Bei der nächsten Jagd gehen John und ich mit "unseren" zwei Schützen an die Waldkante. "Mein" Schütze spricht sogar deutsch und wir unterhalten uns bis zum Anblasen der Jagd sehr angeregt. Dann fällt die erste Ente, Paddy hat markiert, braucht aber länger bis er zurückkommt. Ein Runner, Paddy erledigt diese Aufgabe völlig selbstständig.

Die zweite und dritte Ente fällt, weite Markierungen auf's offene Feld und es scheint meinem Hund Freude zu bereiten, ich sehe es an der Spannung seines Körpers. Auch diese beiden Enten bringt er problemlos. Die nächsten beiden fallen als Doublette. Dieses Mal gehe ich mit um die Straße abzusichern. Eine Ente sammle ich ein, die andere findet und bringt Pad - Teamwork. Die nächste Ente fällt jenseits der Straße, wieder sichere ich zuerst ab, bevor ich Paddy schicke. Er verschwindet im Gebüsch und kommt kurze Zeit später wieder mit der Ente im Fang. Danach heisst es für mich und Paddy warten. Wir sitzen nebeneinander im offenen Feld, Blick Richtung Himmel, ich kraule ihn, er genießt das und schmiegt sich an mich. Vorne am Straßenrand fällt eine geflügelte Ente, gemeinsam gehen wir dorthin. Ich sehe die Ente kauernd am Baumstamm  und schicke Pad. Sofort hat er Witterung, die Ente schreckt auf und flüchtet, Paddy blitzschnell hinterher. Sprung in den Graben, ein paar kurze Haken und zack... hat er sie und bringt. *** Das war seine persönliche Meisterleistung für heute *** 













Diese drei Jagdtage waren für mich und meinen Paddy ein tolles Erlebnis, das uns wieder ein Stück mehr verbunden hat. Die Kameradschaft der Hundeführer, die mich wie selbstverständlich in ihrer Mitte aufnahmen, die große Gastfreundschaft der dänischen Gutsfamilie, die uns über die gesamten Jagdtage bestens betreut und bewirtet hat und nicht zuletzt die traumhafte Jagdkulisse werden mir unvergesslich bleiben. Vieles, was ich von Paddy gesehen habe hat mir sehr gefallen, er ist schon ein toller Kerl mein Pad. Einiges werde ich mit ihm noch im Training verfeinern, insgesamt jedoch hat er sich wieder einmal als brauchbarer Jagdhund gezeigt.