WasserWorkingTest in Vehlefanz - 2009





Unser erster WasserWorkingTest !

Das WT-Gelände in Vehlefanz ist schnell gefunden, die Anfängerklasse in vollem Gange und die Aufgaben machen Lust auf den eigenen Start am Nachmittag. Das Gelände ist einfach traumhaft, tausend Trainingsmöglichkeiten fallen mir ein….

Gegen 13.30 Uhr starten wir in der Open. Schnell macht sich eine gute, kameradschaftliche Stimmung breit.







Wir beginnen mit Aufgabe 2 bei Mike Knox:
Wir stehen am Ufer eines Sees, die Uferkante ist ca. 8m entfernt. Am gegenüberliegenden Ufer fällt mit Schuß eine Markierung hinter dichtes Buschwerk, nur die Flugbahn ist sichtbar, Entfernung ca. 40m.

Nach Freigabe durch den Richter schicke ich meinen Pad und der stürmt sofort los. Der Einstieg ist für mich nicht einsehbar, nach meinem Gefühl müsste Paddy eigentlich schon auf der offenen Wasserfläche auftauchen. Stattdessen taucht sein Kopf wieder vor meinen Augen im Uferbereich auf. Erst nach nochmaliger Aufforderung nimmt er das Wasser an … ich staune nicht schlecht, mein "wasserverrückter" Hund hat sich bei mir rückversichert. Auf der gegenüber liegenden Uferseite macht er dann seinen Job gewohnt gut.


Unsere nächste Station ist Aufgabe 3 bei Annette Bürse-Hanning:
Die Aufgabe ist eine echte Herausforderung. Wir stehen oberhalb an einem Hang. Vor uns in der Ebene liegt ein See, umgeben von einem Schilfgürtel. Ein Helfer wirft eine Markierung mit Schuß vor den Schilfgürtel ins Wasser, die Flugbahn ist sichtbar, die Fallstelle durch den Wasseraufprall gut hörbar.

Nach Freigabe schicke ich meinen Pad, er nimmt den Hang gut an und wühlt sich gleich durch den Schilfgürtel. Hier durchstöbert er gründlich, bevor er auf die freie Wasserfläche kommt und sich das Dummy greift. In genau diesem Moment fällt auf der Wiese am gegenüber liegenden Ufer eine Markierung mit Schuß auf die offene Grasfläche. Ich habe nur Augen für meinen Pad, auch der hat die Markierung nicht gesehen, er ist bereits auf dem Rückweg zu mir. Leider habe ich die Fallstelle auch nicht gesehen, nur der Helfer dient uns als Orientierung…

Ich schicke meinen Hund in die vorgegebene Richtung, er nimmt den ersten Schilfgürtel gut an, beginnt dann gleich diesen systematisch zu durchstöbern, von links nach rechts - ich lasse ihn einfach gewähren. Mit Hilfe durchquert Pad dann den See bis zum anderen Ufer.







Wieder liegt erst ein Schilfgürtel vor ihm, der durchstöbert werden muß. Schließlich taucht Paddy auf der gegenüberliegenden Seite auf - Suchenpfiff, mit ein wenig Glück bekommt er Wind und ja, schon geht er mehr in die Tiefe. Der angrenzende Schilfgürtel ist verlockend und Pad verschwindet wieder aus meinem Sichtfeld… 21, 22 …. An der hinteren Wiesenkante taucht ein Golden auf und bewegt sich schnell nach rechts.
"Da hinten ist er" höre ich Annette in meinem Rücken sagen. Ich schaue kurz, aber der Bewegungsablauf passt nicht zu meinem Paddy, nein das ist er nicht.
Hierpfiff, und da schwimmt Paddy aus einer Wasserschneise in Richtung Seemitte. Ich stoppe ihn und schicke ihn nach rechts, wieder wählt er den gleichen Wasserausstieg, ist nun aber schnell auf der dahinter liegenden Wiese zu sehen.
Ich weise ihn nach rechts ein und sofort nimmt er die Richtung an - braver Junge - Suchenpfiff und seine Nase tut den Rest - perfekt - gemeinsam sind wir unschlagbar ;-)

Auf dem Weg zur nächsten Aufgabe legen wir zu unser beider Entspannung eine kleine Spielrunde mit unserem Tennisball ein.





Aufgabe 5 bei Gwen Knox ist nicht weit und es ist die einzige, bei der Paddy nicht naß wird.
Wir starten in einem 2er walk up zusammen mit Christiane und ihrem schwarzen Labrador, die Richterin läuft in unserer Mitte. Es geht leicht den Hang hinunter als plötzlich auf der gegenüberliegenden Hügelseite eine Markierung mit Schuß geworfen wird, die mein Paddy holen soll. Allerdings wird zuvor von unserem walk up Partner ein unbeschossenes blind, das an einer Buschreihe in ca. 80m Entfernung liegt, gearbeitet.  Die Markierung zu holen ist für Paddy anschließend kein Problem.



Weiter geht der walk up, da die Richterin uns nicht dazu anweist wechseln wir nicht wie üblich die Seiten. Wieder fällt vorne an die gleiche Stelle eine Markierung mit Schuß. Gwen fragt mich, ob es für mich ein Problem darstellt aus meiner ursprünglichen Position das blind mit Paddy zu arbeiten.

"No Problem" gebe ich zur Antwort und erhalte auch prompt die Freigabe. Er geht zügig den gegenüberliegenden Hang hinauf, auf Höhe des Blinds stoppe ich ihn und schicke ihn nach links. Brav nimmt er die Richtungsänderung an und findet schnell.
Die Markierung ist für unsere walk up Partner ebenfalls kein Problem.


Fertig, denke ich und will meinen Paddy anleinen, doch Irrtum meinerseits, es geht weiter.
Paddy macht derweil schnell einen Freudensprung, jumpt auf Augenhöhe zu mir hoch - der hat Spaß ohne Ende, das steht jedenfalls fest :-)))
Wir walken gemeinsam weiter, den gegenüberliegenden Hang hinauf. Vorne sehe ich von den Helfern keine Aktion mehr, also wird etwas in unserem Rücken passieren, da bin ich mir sicher. Und richtig, hinter uns fallen zwei Schüsse. Ich drehe mich schnell um und sehe gerade noch das zweite Dummy in der Buschreihe verschwinden, Entfernung ca. 60m. Nach Freigabe schicke ich meinen Pad. Er läuft auf unserer Walkspur den gegenüberliegenden Hang nach oben. Auf Höhe des Dummy stoppe ich ihn und schicke ihn nach rechts. Schnell findet er die Beute und kommt zu mir zurück.



Nächste Station ist Aufgabe 6, Stefan Bürse-Hanning:
Doppelmarkierung mit Schuß über Wasser.
Paddy geht zuerst auf das linke, findet allerdings nicht gleich und orientiert sich dann nach rechts. Das sollte ich eigentlich nicht zulassen und ihn wieder nach links schicken, doch was tue ich, ich schicke ihn auch noch nach rechts. Auf das linke muß ich ihn dann einweisen, was aber nicht wirklich problematisch ist. Mein Führerfehler kostet uns ein paar Punkte.



Unsere letzte Station ist Aufgabe 1, Hertha Rudolph:
Es fällt vor uns in ca. 50m Entfernung eine Markierung mit Schuß ins Wasser und treibt auf der offenen Wasserfläche. Zuerst soll allerdings ein unbeschossenes blind auf der anderen Uferseite in ca. 40m Entfernung geholt werden. Nach der geworfenen Markierung drehe ich meinen Pad um ca. 80° und schicke ihn mit voran in die angegebene Richtung. Vorsorglich gebe ich ihm an der Wasserkante nochmals ein "over" mit auf den Weg. Doch er verharrt wieder bevor er das Wasser annimmt, was ist das heute nur? Der Wassereinstieg ist doch sonst kein Problem …. Den Grund werde ich wohl nie erfahren.

Die Ausarbeitung des blinds ist dann wieder kein Problem und auch die Markierung holt er sauber herein.




Es hat viel Spaß gemacht heute, das Wetter war toll, das Ambiente rundherum stimmig, es war einfach nur schön.
Julia und ihr Helferteam hatten alles super im Griff, dafür auch an dieser Stelle nochmals ein dickes Danke!



Ergebnisse
Bilder StefSchmid, Nils Mardus


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